Bremer Verkehrswende-Bündnis fordert flächendeckende Parkraumbewirtschaftung

Ein Meilenstein für die beteiligten Verbände! Ein Meilenstein für Bremen!Zum ersten Mal tun sich BUND, ADFC, VCD und FUSS e.V. zusammen, und die Verbände stellen konkrete Forderungen für die Verkehrswende: Sie wollen des Auto-Tsunamis Herr werden und fordern eine konsequente, flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in Bremen. Denn wir brauchen mehr Platz für das eigentliche Leben in der Stadt, für die Lebensqualität von uns allen. Und es bedarf natürlich intelligenter Konzepte, um solch einen Plan für alle attraktiv zu machen: Ein Masterplan „Parkraumbewirtschaftung“ muss her.

Im Juni haben sie sich erstmals getroffen, um die ökologische Verkehrswende nun endlich auch in Bremen voranzutreiben. Aus ersten Treffen und Gesprächen von Aktiven des BUND, des ADFC, des VCD und des FUSS e.V. hat sich eine engagiert zusammenarbeitende Gruppe formiert, die auf die verkehrliche Gestaltung eines lebenswerten, menschengerechten und seinen Beitrag zum Klimaschutz leistenden Bremens im Verkehrssektor hinwirken wird.

Den zukunftsorientierten Umgang mit dem für alle BürgerInnen wertvollen öffentlichen Raum sieht das Bündnis als entscheidend dafür, wie die Menschen die Stadt erleben, wie wir uns als BewohnerInnen, als BesucherInnen und als Arbeitende fühlen, letztendlich auch, wie attraktiv Bremen insgesamt wahrgenommen wird. Aber die öffentlichen Räume sind voll mit parkenden Autos!

Sich auf eine Vielzahl von Erfahrungen und Berichten berufend – u.a. die Ergebnisse der europaweiten Push & Pull Studie – hat das Bündnis heute seine Grundsätze für die flächendeckende Bewirtschaftung des Parkraumes in Bremen veröffentlicht:

1. Der öffentliche Raum gehört allen Bürger*innen der Stadt. Als Parkplatz ist er viel zu kostbar.

2. Parken wird nur auf legalen Parkplätzen toleriert. Illegales Parken (auf Grünflächen, Geh- und Radwegen, an Einmündungen und Überfahrten) wird konsequent geahndet.

3. Die Stellplätze im öffentlichen Raum werden schrittweise reduziert.

4. Alle Parkplätze im öffentlichen Raum werden bewirtschaftet.

5. Der Preis steigt mit der Nähe des Stellplatzes zum Zentrum und der Dichte des Quartiers.

6. Parken im öffentlichen Raum ist teurer als das Parken im Parkhaus. Das Parken im Parkhaus ist teurer als die Nutzung des ÖPNV.

7. Kostenpflichtiges Anwohnerparken wird flächendeckend eingerichtet. Zweitwagen und Wohnmobile haben keine Parkberechtigung. Für Gäste ist die Parkdauer begrenzt. Für Dienstleister und Lieferanten werden Kurzzeitparkplätze eingerichtet.

8. Der Umweltverbund (zu Fuß gehen, Radfahren, ÖPNV, Park&Ride und Carsharing) als attraktive Alternative zum eigenen Auto wird gestärkt.

9. Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung werden zweckgebunden für den Umweltverbund und die Aufwertung des öffentlichen Raums eingesetzt.

Dies ist nur ein Auszug aus dem Papier der Vier, DER VOLLE TEXT kann hier nachgelesen werden.

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