Kinder oder Autos?

Der traurige Alltag von Verkehrsinitiativen in Bremen, ein Auszug:

– Temporäre Spielstraße: Abgelehnt

– Antrag auf Fahrradständer und Bepollerung im Einfahrbereich für Rettungsfahrzeuge: Abgelehnt

– Illegales, aufgesetztes Parken auf schmalen Fußwegen: Wird vom Staat stillschweigend hingenommen

– Antrag auf Anwohnerparken: In der Entscheidungsschleife

– Begegnungszone vor der Grundschule: Wird jetzt von der Ini beantragt, denn die bestehenden Parkverbote werden ignoriert und Übertretungen nicht geahndet

Wir sind gerne bereit, die Liste fortzuführen. Oder sollten wir diese Liste lieber „Die Sündenkartei verantwortungsvoller Bremischer Verkehrspolitik“ nennen?

Aber erst einmal hören wir hier Bettina Rabe zu, die vor Jahren eine Elterninitiative mit anderen Eltern in Bremen-Findorff gegründet hat. Die Initiative setzt sich für weniger Blech im Stadtquartier ein.

Scheinbarer Hauptkontrahent: Die Bürokratie-Falle,  i.e. die Verlagerung von Verkehrsverantwortung in die Beiräte, die aber ohne das Amt für Straßen und Verkehr (kurz: ASV) keine Entscheidungsgewalt haben.

Machtloser Unterstützer: Der Beirat, das örtliche, demokratisch gewählte Parlament.

Möglicher Kooperator für ein Verkehrsleitsystem: Der Chef der nahegelegenen Messehallen von Bremen.

Epilog der Elternintiative:

“Das Quartier Bürgerweide ist eine STVO-freie Parkzone. Autos dürfen stehen, wie sie wollen, ungeachtet Barrierefreiheit, Schulwegsicherheit und Durchwegung von Rettungsfahrzeugen. Es gibt keinen Parkplatzmangel in dem Gebiet, denn die Bürgerweide (neben dem Wohnquartier, Anm. von Bremenize)  bietet 2800 Parkplätze an. Bezahlte Parkplätze wie im Beispiel des gegenüberliegenden Slevogtstraßen-Viertels würde die Parkströme aus dem Wohngebiet fernhalten und illegales Parken minimieren.”

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